Ein guter Ingwertee braucht nur zwei Dinge: frischen Ingwer und etwas Geduld. Ob mild und wärmend oder richtig scharf, entscheidest du über die Ziehzeit. Wir zeigen dir das Grundrezept, die häufigsten Fehler und ein paar Varianten, mit denen du ihn abrundest.

Menge
2bis 3 Tassen
Vorbereitung
5Minuten
Ziehzeit
15Minuten
Aufwand
Einfachkein Gerät nötig
In Kürze

Schneide ein daumengroßes Stück frischen Ingwer in dünne Scheiben, übergieße es mit knapp kochendem Wasser und lass alles 10 bis 15 Minuten zugedeckt ziehen. Je länger er zieht, desto schärfer wird er. Zitrone und Honig kommen erst zum Schluss dazu, wenn der Tee nicht mehr kocht.

Ingwertee ist das Getränk für kühle Tage und der Klassiker, wenn man sich etwas Gutes tun will. Das Grundrezept ist denkbar einfach, und trotzdem entscheidet die richtige Reihenfolge über den Geschmack. Wichtig ist vor allem, dass der Ingwer zieht und nicht kocht, und dass Zitrone und Honig erst am Ende dazukommen.

Zutaten und Zubereitung

Zutaten

  • 1 Stückfrischer Ingwer, etwa daumengroß (rund 30 g)
  • 750 mlWasser
  • 0,5Zitrone, der Saft, nach Geschmack
  • 1 bis 2 TLHonig, nach Geschmack

Ergibt zwei bis drei Tassen. Bei Bio-Ingwer kann die Schale dranbleiben, sonst schälst du sie dünn ab.

  1. Ingwer vorbereiten

    Den Ingwer waschen und in dünne Scheiben schneiden. Je dünner die Scheiben, desto mehr Aroma und Schärfe geben sie ab. Für einen kräftigeren Tee kannst du ihn auch grob reiben.

  2. Wasser erhitzen

    Das Wasser aufkochen und kurz abkühlen lassen, bis es nicht mehr sprudelt. Knapp unter dem Siedepunkt lösen sich die Aromen am besten, ohne bitter zu werden.

  3. Ziehen lassen

    Die Ingwerscheiben mit dem heißen Wasser übergießen, zudecken und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Zugedeckt bleiben die ätherischen Öle im Tee statt im Dampf.

  4. Abschmecken

    Den Tee abseihen und leicht abkühlen lassen. Erst jetzt Zitronensaft und Honig einrühren, denn Honig sollte nicht in kochend heißes Wasser, damit sein Aroma erhalten bleibt.

Der Schärfe-Trick: Die Schärfe steuerst du über drei Stellschrauben: die Menge Ingwer, die Dicke der Scheiben und die Ziehzeit. Mild und wärmend gelingt mit dünnen Scheiben und 8 bis 10 Minuten, richtig scharf mit geriebenem Ingwer und 15 Minuten oder länger.

Wie stark soll dein Ingwertee sein?

Für einen milden, wärmenden Tee reichen dünne Scheiben und eine kurze Ziehzeit. Wer es kräftig mag, nimmt mehr Ingwer, reibt ihn und lässt ihn länger ziehen. Frischer Ingwer schmeckt dabei runder als gemahlener, der schnell etwas staubig wirkt. Wenn du magst, kochst du einen kräftigen Sud vor und verdünnst ihn beim Trinken mit heißem Wasser, dann hast du die Stärke jederzeit in der Hand.

Womit kannst du Ingwertee verfeinern?

  • Zitrone. Bringt Frische und passt fast immer. Auch eine Scheibe Orange funktioniert.
  • Honig. Rundet die Schärfe ab. Erst am Ende und nicht in kochendes Wasser geben.
  • Kurkuma. Eine Prise macht daraus einen goldenen Tee, dann gehört auch eine Prise Pfeffer dazu.
  • Frische Minze oder Kardamom. Für eine feine, leicht orientalische Note.

Häufige Fragen

Muss ich den Ingwer schälen?

Bei Bio-Ingwer nicht, ein gründliches Waschen reicht. Bei konventioneller Ware schälst du die Schale besser dünn ab. Ein Löffel eignet sich zum Schälen gut, weil er wenig Fruchtfleisch mitnimmt.

Wie lange muss Ingwertee ziehen?

10 bis 15 Minuten sind ein guter Richtwert. Kürzer wird er milder, länger schärfer. Zugedeckt ziehen lassen bewahrt das Aroma.

Kann ich Ingwertee auf Vorrat machen?

Ja. Koche einen kräftigen Sud, seihe ihn ab und bewahre ihn abgedeckt im Kühlschrank auf. Zum Trinken einfach mit heißem Wasser verdünnen.

Frischer Ingwer oder Pulver?

Für Tee ist frischer Ingwer klar im Vorteil, er schmeckt frischer und runder. Pulver geht zur Not, wirkt aber schnell etwas staubig.

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Quellen und Stand

Redaktionsstand August 2026. Rezept und Zubereitung nach dem Kenntnisstand der Löffelgeist Genussmanufaktur. Produktpreise Stand 25.08.2026.

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