Kurz erklärt

Kräuter der Provence ist eine getrocknete Kräutermischung aus dem Süden Frankreichs. Die klassische Basis bilden Thymian, Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut, oft ergänzt um Majoran – in Deutschland häufig auch mit einem Hauch Lavendel. Sie würzt Ofengemüse, Ratatouille, Grillfleisch und Schmorgerichte mit einer würzig-mediterranen, leicht harzigen Note.

Typ
Kräutermischung (mediterran)
Herkunft
Provence, Südfrankreich
Basis
Thymian, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut
Oft ergänzt
Majoran, Lavendel
Geschmack
Würzig-mediterran, harzig
Form
Getrocknet, gerebelt
Verwendung
Ofengemüse, Ratatouille, Grill
Besonderheit
Vegan

Was ist in Kräutern der Provence?

Eine feste Rezeptur gibt es nicht – „Kräuter der Provence” ist keine geschützte Bezeichnung. Der Kern besteht aber fast immer aus den robusten Kräutern, die im Mittelmeerraum wild wachsen: Thymian, Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut, oft ergänzt um Majoran. Diese Kräuter sind getrocknet besonders aromatisch und vertragen Hitze gut – deshalb funktionieren sie in Schmor- und Ofengerichten so zuverlässig.

Gehört Lavendel in Kräuter der Provence?

Das ist die klassische Streitfrage. In der französischen Tradition kommt Lavendel oft nicht hinein – die AOC-nahe „Herbes de Provence label rouge” ist rein kräuterbasiert. Im deutschen und internationalen Handel ist dagegen häufig ein kleiner Anteil Lavendel enthalten, der eine blumige Note beisteuert. Beides ist legitim; wer es puristisch mag, greift zur lavendelfreien Variante.

Wie schmecken Kräuter der Provence?

Die Mischung schmeckt würzig, warm und leicht harzig, mit der typischen Bitterkeit von Thymian und Rosmarin und der milden Süße von Oregano und Majoran. Getrocknet sind die Kräuter intensiver als frisch – schon eine kleine Menge trägt weit. Sie entfalten ihr Aroma am besten in Fett und bei Hitze.

Wozu passen Kräuter der Provence?

  • Ofengemüse
  • Ratatouille
  • Lamm
  • Hähnchen
  • Kartoffeln
  • Tomaten
  • Zucchini
  • Fisch
  • Schmorgerichte
  • Focaccia

Wofür verwende ich Kräuter der Provence?

Am besten früh zugeben, damit sich das Aroma in Öl und Hitze entfalten kann – anders als frische Kräuter, die man erst zum Schluss dazugibt.

Gericht Menge Tipp
Ofengemüse, Ratatouille 1–2 TL je Blech Mit Olivenöl vermengen, dann rösten
Lamm, Hähnchen 1 TL je Portion Vor dem Braten einreiben
Kartoffeln aus dem Ofen 1 TL je Blech Mit Öl und Salz mischen
Tomatensauce, Schmorfond ½–1 TL je Topf Früh mitköcheln lassen
Focaccia, Brot 1 TL je Teig In den Teig oder oben aufstreuen
🌿

Aroma wecken

Die Kräuter kurz zwischen den Fingern zerreiben, bevor sie ins Gericht kommen – das setzt die ätherischen Öle frei.

Was ist der Unterschied zu italienischen Kräutern?

Beide Mischungen teilen sich Oregano, Thymian und Rosmarin, setzen aber andere Schwerpunkte. Italienische Kräuter enthalten meist Basilikum und oft Salbei, wirken dadurch etwas milder und passen zu Pasta, Pizza und Tomatengerichten. Kräuter der Provence setzen stärker auf Bohnenkraut, Rosmarin und (optional) Lavendel und sind damit herber und besser für Ofengemüse, Lamm und Schmorgerichte.

Kann ich Kräuter der Provence selbst mischen?

Ja, und es lohnt sich mit hochwertigen getrockneten Kräutern. Als Ausgangsverhältnis eignen sich zwei Teile Thymian, je ein Teil Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut sowie eine Prise Majoran. Wer mag, gibt eine kleine Menge Lavendel dazu. Ein genaues Rezept folgt im Rezepte-Bereich.

Wie lagere ich getrocknete Kräuter?

Trocken, kühl und dunkel – Licht und Wärme kosten am meisten Aroma. Getrocknete Kräuter verderben nicht, verlieren aber nach 12 bis 24 Monaten spürbar an Kraft. Das Glas gut verschlossen halten und nicht über dem dampfenden Topf öffnen, sonst zieht Feuchtigkeit hinein.

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Häufige Fragen zu Kräutern der Provence

Was ist in Kräutern der Provence enthalten?

Die Basis bilden Thymian, Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut, oft ergänzt um Majoran und – je nach Hersteller – etwas Lavendel. Eine feste Rezeptur gibt es nicht.

Gehört Lavendel in Kräuter der Provence?

In der französischen Tradition oft nicht. Im deutschen Handel ist häufig ein kleiner Lavendelanteil enthalten. Beides ist gängig – wer es puristisch mag, wählt die lavendelfreie Variante.

Was ist der Unterschied zu italienischen Kräutern?

Italienische Kräuter enthalten meist Basilikum und wirken milder – ideal für Pasta und Pizza. Kräuter der Provence sind herber (Bohnenkraut, Rosmarin, optional Lavendel) und passen zu Ofengemüse, Lamm und Schmorgerichten.

Frische oder getrocknete Kräuter der Provence?

Für die Provence-Mischung sind getrocknete Kräuter typisch und praktisch: Sie sind intensiver, hitzestabil und lange haltbar. Frische Kräuter kommen eher einzeln und zum Schluss ans Gericht.

Wann gebe ich Kräuter der Provence zu?

Früh – am besten mit Öl vermengt vor dem Rösten oder Schmoren. So können sich die ätherischen Öle in der Hitze entfalten.

Kann ich Kräuter der Provence selbst mischen?

Ja. Als Verhältnis eignen sich zwei Teile Thymian, je ein Teil Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut, eine Prise Majoran und optional etwas Lavendel. Ein Rezept folgt im Rezepte-Bereich.

Wie lange sind getrocknete Kräuter haltbar?

Trocken und dunkel gelagert verderben sie nicht, verlieren aber nach 12–24 Monaten deutlich an Aroma. Gut verschlossen halten sie am längsten.

Sind Kräuter der Provence vegan?

Ja, es sind reine getrocknete Kräuter ohne tierische Bestandteile.

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Quellen und Redaktion

  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Küchenkräuter – Warenkunde
  • Herbes de Provence – Label Rouge, Spezifikation der Kräutermischung

Redaktionsstand: August 2026. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.